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Beyond Cold War

Beyond Cold War is based on the examination of confrontation areas of the Cold War in Europe. Border regions on which the NATO states and those of the Warsaw Pact stood face to face to each other. I’m questioning the landscape about its aura, and what it is giving back to the recipient from its historical experience.
During the Cold War the observers were always observed, too. The feeling of observing and simultaneously being observed, the assumed harassment through the antagonist, the alertness and awaiting (action and reaction) are the central starting points of my work. For both sides there was the question about the world behind the border, because both were stamped by massive cultural and political differences, laboured by analogous propaganda.

 


Beyond Cold War – Buch

Beyond Cold War – collectors edition

 

„[…] Mit Erinnerungsorten hat man es auch in den Fotografien von Robert Schlotter zu tun. Die Prämissen des Projekts weisen die Landschaften als Schauplätze von Geschichte aus und unwillkürlich macht man sich auf die Suche nach deren Überbleibseln. Die Komposition der Bilder fordert dazu auf. Oft führt ein Weg oder eine Straße in die Tiefe des Bildraums und lädt die Betrachtenden ein, dem Verlauf zu folgen und sich entlang der Strecke nach Anhaltspunkten umzusehen und sich einen Reim darauf zu machen. Durchaus wird man fündig. So erhebt sich über den Holzhäusern einer skandinavischen Siedlung eine kuppelförmige Architektur, eine Abhörstation vielleicht. Am Rand eines Waldwegs meint man die Reste einer Panzersperre zu erkennen, in den Boden eingegrabene Betonteile lassen an Bunkerruinen denken. Selten aber sind die Indizien so eindeutig, dass man sich über ihre Bedeutung sicher wäre. Markieren die Reifenspuren, die in den Wald führen, den Weg einer Grenzpatrouille? Was hat es mit der Konstruktion auf der Garage mit dem gelben Tor auf sich? Ist der Stacheldrahtzaun auf einer Lichtung der Rest einer Grenzanlage oder bloß die Umfriedung eines Grundstücks? Für Letzteres erscheint er zu hochgerüstet, für Ersteres dagegen wirkt er fast läppisch. Soll das der Eiserne Vorhang sein? An der Stelle, an der sich über Jahrzehnte hinweg die Vertreter zweier Systeme misstrauisch beäugten, wird der Blick selbst paranoid. […]“
veröffentlicht in: Beyond Cold War, Halle (Saale) 2014, ISBN 978-3-95462-411-9